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Samstag 23. September
2007
Mit etwa 50 Kindern und 10 Leitern
startete die Jugi am 23. September 2007 zur alljährlichen Jugireise. Besammlung
war beim Bahnhof Frick. Mit dem Pass und einer gehörigen Portion guter Laune im
Rucksack ging’s dann per Zug nach Stein. Die ersten Laufmuffel machten sich
bemerkbar, als es dort zu Fuss nach Deutschland weiterging. Sie wurden jedoch
durch die Leiter beruhigt, die ihnen versicherten, dass der Fussmarsch „nur“ ein
paar Stunden dauern werde. Durch das schnelle Lauftempo war das Zwischenziel „Barfusspfad“
in Bad Säckingen jedoch schon nach eineinhalb Stunden erreicht. Barfuss und mit
„meist“ hochgezogener Hose konnte man über Kieselsteine, Sand, Holz und durch
Wasser, Sumpf etc. gehen. Zahlreiche machten Gebrauch von diesem natürlichen
Fuss-Massage-Programm, andere verpflegten sich schon mal aus ihrem Rucksack.
Nach einer Stunde wohlverdienter Pause machten wir uns wieder auf den Weg, immer
noch zu Fuss, zusätzlich jedoch mit zum Teil nasser oder schmutziger Hose.
Im Wald wurde es auf einmal ganz lebhaft; es tauchten grosse Wildschweine und
noch grössere Rehe oder Hirsche auf. Zu unserem Glück waren diese aber allesamt
eingezäumt und kamen uns so nicht zu Nahe. Einige Kinder konnten der Versuchung
nicht widerstehen und streckten den Tieren ihre mit Futter gefüllte Hand hin.
Genüsslich wurden diese von den Tieren abgeschleckt und übrig blieben nur nasse,
schlabbrige Hände.
Weiter ging’s durch den Wald, am Bergsee vorbei bis zum nächsten Dorf mit einer
Postautohaltestelle. Von dort nahmen wir den öffentlichen Bus nach Hasel zu den
Erdmannshöhlen. Hier hatte man genug Zeit, es sich bequem zu machen, Mittag zu
essen oder herumzutollen. Die einen veranstalteten Hosenbodenrennen am steilen
Dreckhang, die anderen errichteten im Nahe gelegenen Bach eine zweite
Verzasca-Staumauer.
Bei diesem Rastplatz stiessen dann auch die restlichen, später angereisten
Kinder zu uns. Nach einer erholsamen Mittagspause machten sich alle zusammen
auf, die Höhlen zu besichtigen. Eine Führerin erklärte uns über diese allerhand
Wissenswertes, von der Entstehung über Sagen bis hin zum Unterschied zwischen
Stalagmit und Stalaktit.
Einige mussten ihre Köpfe bei der zum Teil sehr tiefen Decke einziehen, andere
Besserwisser feststellen, dass es in den Höhlen nicht so warm ist und sie doch
besser den Pullover mitgenommen hätten. Nach ca. einer halben Stunde
interessanter Führung hatte uns das Tageslicht wieder. Ein Bus holte uns ab und
fuhr direkt nach Wallbach auf der deutschen Seite. Von dort ging’s per
Rheinschiff weiter flussaufwärts. Das Schiff war an diesem traumhaften Tag so
gut besetzt, dass wir unsere Plätze regelrecht suchen oder uns mit der
Stuhllehne oder dem Schoss von Anderen begnügen mussten. In Bad Säckingen
verliessen wir unser zweitletztes Transportmittel und machten uns zu Fuss auf
den Weg zum Bahnhof Stein. Das Tempo war nun merklich gemächlicher als auf dem
Hinweg geworden. Im Zug nach Frick wurden noch die letzten Essensreste verspeist
und in den Gesichtern der Kinder wie auch der Leiter zeigte sich langsam die
Müdigkeit.
Die Jugireise 2007 ist nun schon wieder Vergangenheit, bleibt uns aber noch
lange in guter Erinnerung.
Reisebericht
von Reto
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